Workshop: Selbstverteidigung

Freitag, 14. Juli 2017
17:00–19:00 Uhr
JUZ
FLTI* only

Dieser Workshop soll einen Einblick in die Selbstbehauptung und Selbstverteidigung geben. Im ersten Teil werden wir uns unsere eigenen Grenzen bewusst machen und bedrängende Situationen aus dem Alltag darstellen und reflektieren. Wir lernen aktiv „Nein“ zu sagen, ohne dabei Gewalt anzuwenden. Anschließend erarbeiten wir in nachgestellten bedrängenden Situationen einige Techniken der Selbstverteidigung, angelehnt an Krav Maga (israelisches Selbstverteidigungssystem mit Schlag-, Tritt-, Griff- und Hebeltechniken). Abschließend gibt es ein kleines Schlag-/Boxtraining. Bei diesem Workshop gehen wir in Körperkontakt, dieser kann jederzeit durch ein „Stop“ unterbunden werden. Alle sollen sich wohlfühlen und in angenehmer Atmosphäre arbeiten dürfen.
Der Workshop dauert ca. 2 Stunden, nehmt lockere, sportliche Kleidung mit.


Vortrag: Emanzipierte Liebe? Ein politischer Blick auf Polyamorie

Freitag, 14. Juli 2017
17:00–19:00 Uhr
JUZ, Günter-Sare-Saal
all gender

Ist Liebe politisch? Unbedingt! Diese Erkenntnis ist nicht neu: Anarcha/feminist*innen und Sozialist*innen haben die (heterosexuelle) Ehe in ihre Einzelteile zerlegt und aufs Schärfste kritisiert. Damit einher ging eine Kritik an der Monogamie – am Lieben, Leben und Wirtschaften zu zweit – und der romantischen Liebe, die unser Verständnis von Liebe in weiten Teilen vereinnahmt hat. Vor diesem Hintergrund erscheint das Aufkommen von nicht-monogamen Beziehungskonzepten besonders spannend, allen voran das der Polyamorie: Hier sind Mehrfachbeziehungen eine Option, wenn nicht sogar die gelebte Realität. Wie verhält sich Polyamorie zur Kritik, die im Laufe der Zeit an der Monogamie geübt wurde? Welche Chancen für gesellschaftlichen Wandel birgt sie? Und wo kann die polyamore Lebensweise selbst problematische Aspekte aufweisen? Der Vortrag wird diesen Fragen nachgehen und ein Umfeld bieten, in dem Menschen mit unterschiedlichen Wissensständen und unabhängig von der eigenen Lebensweise folgen und mitdiskutieren können.

Maria ist angehende Psychotherapeutin, Eva beschäftigt sich im akademischen Kontext mit nicht-monogamen Beziehungskonzepten. Beide bezeichnen sich als Beziehungsanarchist*innen.


Vortrag: Knastgeschichte*n für Pop-Fans von Jailhouse Rock bis Orange Is The New Black

Freitag, 14. Juli 2017
19:00-21:00 Uhr
JUZ, Günter-Sare-Saal
all gender

Das Gefängnis ist der Ort, an dem Überwachen und Strafen bei sich sind. Krasse Machtstrukturen und stumpfe Routinen machen den Knast nicht gerade zu einem Sehnsuchtsort. Und trotzdem wird er immer wieder Thema im Pop. Angefangen bei Elvis und Jailhouse Rock (1957) über Johnny Cash und June Carter At Folsom Prison (1968) und At St. Quentin (1969) und später Hinter Gittern – Der Frauenknast (1997-2007) gipfeln die Knastgeschichte*n gerade in die fünfte Staffel unseres Serienlieblings Orange Is The New Black (2017).

Nicht zu theoretisch wird es im Vortrag um Fragen nach genretypischen Genderkonstruktionen (Sexploitation versus St. Anger) und um Versuche gehen, stereotype Reproduktionen zugunsten von intersektionaler Serialität aufzubrechen (Hinter Gittern – Der Frauenknast und Orange Is The New Black).

Anna Seidel ist Literaturwissenschaftlerin und Kulturpoetin an der Uni in Münster.
Sie ist Mitherausgeberin der testcard und schreibt u. a. für das Missy Magazine. Anna lebt im Ruhrgebiet.


Karaokeabend

Freitag, 14. Juli 2017
ab 21:00 Uhr
JUZ, Café
all gender

Hey, we can’t buy you love, aber Leute: You gotta fight for your right to party! Nach unseren ersten aufregenden Veranstaltungen kommen wir zum ernsthaften Teil des Abends: Ihr am Mic mit eurem Lieblingssong – it’s karaoke time! Egal, ob du eher Mr*s Brightside bist oder ein Creep, klar ist: You can go your own way! Nimm all deinen Mut zusammen oder sag deinen entsetzten Freund*innen „I want it that way“ und dann: Get it on! Heute Abend werden wir niemandem widersprechen, der behauptet: Grrrl*s just wanna have fun. Denn: Isso!