Führung durch die KZ-Gedenkstätte Mannheim-Sandhofen

Freitag, 14-16 Uhr
Treffpunkt: JUZ

Dieses Angebot ist offen für alle Besucher_innen des Lady*Fest.

Das ehemalige Konzentrationslager Mannheim-Sandhofen bestand als Außenkommando des KZ Natzweiler-Struthof von September 1944 bis März 1945. Die Gedenkstätte befindet sich im Keller der damaligen Friedrich-Schule. Hier waren über 1000 polnische Zwangsarbeiter interniert, die bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstands 1944 festgenommen und nach Deutschland verschleppt wurden, um hier Zwangsarbeit zu leisten. Sie wurden unter anderem zur Arbeit in den Mannheimer Werken von Daimler-Benz gezwungen.

Die Gedenkstätte wurde gegen Widerstand in der lokalen Bevölkerung und Politik 1990 eröffnet. Die Ausstellung befasst sich mit den Themen NS und Zwangsarbeit in Mannheim, der spezifischen Geschichte des KZ Mannheim-Sandhofen und dem KZ-System sowie zu einem großen Teil mit den Biographien der ehemaligen Häftlinge. In der Gedenkstätte finden regelmäßig Führungen und Projekttage für Schulklassen statt.

Treffpunkt für die Führung ist das JUZ. Von hier aus fahren wir gemeinsam mit der Straßenbahn nach Sandhofen.

Lena ist seit vielen Jahren in der politischen Jugendbildung tätig und führt in  der KZ-Gedenkstätte regelmäßig Projekttage mit Schüler_innen durch.


Workshop: Eine queerfeministische Einführung in die Deutsche Gebärdensprache

Freitag, 15. Juli 2016
16-18 Uhr
Juz Mannheim
Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an FLTI*
Begrenzte Teilnehmer_innen-Zahl. Teilnahme nur nach Voranmeldung unter queeya[at]riseup.net oder am Infostand.

Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist den meisten Menschen, die nicht gehörlos oder schwerhörig sind und keine gehörlosen oder schwerhörigen Personen im Umfeld haben, eher unbekannt. Grundlagen sind jedoch schnell erlernt, um auch ohne größeres Wissen mal nebenbei leichte Dialoge zu führen und auf leichte Fragen in Gebärdensprache zu antworten.

Der Workshop ist in drei Teile gegliedert und richtet sich an Menschen, die noch gar keinen Kontakt mit Gebärden und Deutscher Gebärdensprache hatten.

Im 1. Teil gibt die Referentin einen kurzen historischen Abriss zu Gebärdensprache und eine Einführung in das Fingeralphabet. Wir lernen elementare Bestandteile der Deutschen Gebärdensprache und das Buchstabieren.

Im 2. Teil schauen wir uns einfache Verständigungsgrundlagen an, wie Begrüßungen und Small-Talk (Wie gehts?/Wie ist das Wetter?, etc.) und beenden den Block mit einer entspannten Einführung in Tiergebärden.

Der 3. Teil geht dann etwas ins Detail. Wir erlernen Gebärden aus dem Bereich Feminismus, Queer, Sexualität und Politik und können am Ende sagen: „Ich bin Queer-Feminist*in. Lass uns gemeinsam Revolution machen!“

Die Referentin ist nicht gehörlos und eine Verständigung wird vorrangig in deutscher Lautsprache geschehen.

Mara hat einen queer-feministischen, trans*-inklusiven Background und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit Gebärdensprachen.


Workshop: Selbstverteidigung

Freitag, 15. Juli 2016
16-18 Uhr
Juz Mannheim

Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an FLTI*
Bitte Sportkleidung/bequeme Kleidung mitbringen.

In diesem Workshop soll es in erster Linie um die Stärkung des Selbstbewusstseins und des Gefühls für den eigenen Körper gehen. Gemeinsam lernen wir Techniken mit denen wir in konkreten Situationen handlungsfähig bleiben und uns selbst in die Lage versetzen uns zu wehren. Dabei spielt die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, die wir gemeinsam erproben werden, eine große Rolle. Nehmt euch Zeit und bringt sportliche und bequeme Kleidung mit.

Referentin: Aljona


Workshop: Der Aufstand der textilen Zeichen – Outdoor-Sticken

Freitag, 15. Juli 2016
18-20 Uhr
Juz Mannheim

Der Workshop ist offen für alle Besucher_innen des Lady*Fest.

Direct Stick Action – bewaffnet mit Bohrmaschinen, Garn und Nadeln suchen
wir neue feministische Projektionsflächen in unserer Stadt. Wir bohren
Löcher in Parkbänke, Verkehrszeichen und Haustüren und sticken im
Kreuzstich – zwischen Kitsch, Wohlgefühl und Unerträglichkeit.
… echte Gefühle für heimatliche Klischees.

 

Christine Pavlic, http://christinepavlic.blogspot.co.at/2009/11/blog-post.html


Vortrag:„Die Fesseln der Liebe“ – Einführung in Jessica Benjamins feministische Theorie

Freitag, 15. Juli 2016
18-20 Uhr
Falken-Raum

Der Vortrag ist offen für alle Besucher_innen des Lady*Fest.

Jessica Benjamin beschäftigt sich zentral mit der Frage, wie sich Geschlechterdualismus und die -hierarchie in der Psyche der Menschen festsetzen und reproduziert werden. Ausgangspunkt ihrer Theorie ist die anthropologische Grundannahme, dass alle Menschen sowohl ein Bedürfnis nach Autonomie als auch nach Bindung inne haben. In einer Gesellschaft der Geschlechterpolarisierung werden die Menschen jedoch im Laufe ihres Aufwachsens dazu angehalten, eine Seite dieser Bedürfnisse abzuspalten. So sollen als Mädchen sozialisierte Kinder in der Regel den Wunsch nach Autonomie aufgeben, während männlich geltende Kinder ihren Wunsch nach Bindung abspalten müssen. Dieser Prozess wird gerahmt von einer Gesellschaft, in der Autonomie insgesamt als wichtiger und wertvoller als Bindung angesehen wird, was die Hierarchisierung der Geschlechtscharaktere bedingt. Was passiert nun, wenn diese Menschen als Männer und Frauen in heterosexuellen Intimbeziehungen aufeinander treffen? (Wie) Reproduziert sich dort die Geschlechterhierarchie? Welche Chancen und Möglichkeiten auf Wandel gibt es? Intersubjektive Anerkennung – welche Benjamin als gesellschaftliches und therapeutisches Ideal versteht – kann per Definition jedenfalls nur dann gelingen, wenn die Spannung von Bindung und Autonomie ausgehalten wird und keine psychische Spaltung stattfindet.

Bettina Staudenmeyer ist freiberufliche Sozialwissenschaftlerin mit Schwerpunkten auf Geschlechterverhältnis & Sexualität, ihr Lebensmittelpunkt ist Jena.


Performance: „One for the money, two for the show – Nr.3“

Freitag, 15. Juli 2016
20–21 Uhr
Wild West

Die Performance ist offen für alle Besucher_innen des Lady*Fest.

In ihrer gemeinsam entwickelten Lecture Performance „one for the money, two for the show“ observierten Judith Engel und Fides Schopp 2014 die Gemeinsamkeiten, Annäherungs- und Abgrenzungsversuche zwischen Popstars und Künstler*innen. Anhand aktueller Beobachtungen entfalteten sie einen multimedialen Diskurs über Künstlermythen, erfolgreiche Lover*innen von Popstars, Castingshows und die Selektivität von Museen, Leidenschaft und Kunstmarkt. Zwei Jahre später fragt Fides Schopp erneut den Freundschaftsstatus zwischen Pop bildender Kunst ab. Dabei stellt sich u.a. heraus, dass nicht nur Beyonce sich mittlerweile dem Feminismus verschrieben hat. Auch in der Kunst ist er neuerdings wieder en vogue. „One for the money, two for the show – Nr.3“ kommt anlässlich des Ladyfests, deshalb als Feminismus Special zu Stars und Sternchen am Kunst- und Popfirmament daher. Packt schon mal das Popcorn ein!


Konzert: The Shna – The Smudjas – Muncie Girls

Freitag, 15. Juli 2016
ab 21.30 UhrJuz Mannheim

Das Konzert ist offen für alle Besucher_innen des Lady*Fest.
Facebook-Event

The Shna  sind ein No Wave Riot Grrrl Duo aus Berlin.

The Smudjas aus Milano sind auf Sommertour und spielen allerschönsten Garage Emo Punk.

Die Muncie Girls aus Exeter auf ihrer letzten innereuropäischen Wochenendpunkrocktour vor dem Brexit.