Workshop: Auflegen mit Platten

Samstag, 16. Juli 2016
11-15 Uhr
Juz Mannheim

Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an FLTI*
Begrenzte Teilnehmer_innen-Zahl.
Teilnahme nur nach Voranmeldung unter info[at]ladyfest-mannheim.de oder am Infostand.

Ihr werdet in diesem Workshop die Grundprinzipien des „Auflegens“ erlernen. Dabei verwenden wir Schallplatten (v.a. Drum and Bass). Wir schauen uns das nötige Equipment an und beschäftigen uns mit der Soundqualität auf der Tanzfläche. Solltet ihr Platten zu Hause haben, die ihr eines Tages mischen wollt, bringt sie bitte mit.

Referentin: D_Jewelz


Workshop: Schwanger – was tun? Von der Geschichte des Paragraf 218 und einer gesellschaftlichen Haltung, die dahinter steht.

Samstag, 16. Juli 2016
11-15 Uhr
Wild West

Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an FLTI*
Begrenzte Teilnehmer_innen-Zahl.
Teilnahme nur nach Voranmeldung unter info[at]ladyfest-mannheim.de oder am Infostand.

Wenn Leute ungewollt schwanger werden, wird die Frage danach, was sie jetzt tun sollen, meist als eine moralische Zwickmühle gestellt. Sie sollen es sich gut überlegen und müssen einige Hürden nehmen, bevor sie die Schwangerschaft abbrechen dürfen. Warum müssen denn Schwangere ein Beratungsgespräch über das Für und Wider eines Abbruchs führen und warum soll ein Arzt oder Ärtin zustimmen?
Warum ist ein Abbruch nur bis zur 12 Woche straffrei, wenn das Kind als gesund gilt – und danach ist es ein Tötungsdelikt? Warum gelten ganz andere Maßstäbe, wenn das Kind eine Behinderung haben könnte oder wenn die* Schwangere eine Behinderung hat?
Wir wollen uns im Workshop mit der Geschichte des Paragrafen 218 auseinandersetzen, mit den aktuellen Gesetzen zum Schwangerschaftsabbruch und Argumenten der sogenannten Lebensschützer, die das Recht auf Selbstbestimmung von Schwangeren dem Recht einer befruchteten Eiszelle unterordnen wollen. Außerdem wollen wir uns damit befassen, welche gesellschaftliche Haltung gegenüber Frauen und der Entscheidung über ihre eigenen Körper sich in der Gesetzgebung zeigt. Und wir wollen Raum geben zum Austausch über Schuldgefühle und Moralpredigten, die nicht spurlos an uns vorbeigehen, auf dem Weg von sogenanntem Aufklärungsunterricht in der Schule schon vor dem ersten Sex, im vertraulichen Gepräch mit Freund*innen, wenn ‚was schief gelaufen‘ ist, beim Kauf der Pille danach, wenn wir einen Termin für den Schwangerschaftstest machen und von Wartezimmer zum Wartezimmer.

Referent_innen: Fides und Lisa


Vortrag: That’s why the Lady is a Fan – Frauen, Fankultur und dieses Internet

Samstag, 16. Juli 2016
13-15 Uhr
Falken-Raum

Der Vortrag ist offen für alle Besucher_innen des Lady*Fest.

Fankultur in der Popkultur wird häufig als sehnsuchtsvoller Blick auf den Star aus der Ferne verstanden. eve massacre macht sich auf Spurensuche, von Bobbysoxers bis zu Directioners, von Gilmore Girls bis zu Fanfiction, und überlegt, inwiefern ein solches Fanverständnis dazu beiträgt, eine Genderkluft im Pop aufrechtzuerhalten. Gerade mit dem Blick auf die nicht-männlichen Fans stellt sie die Frage, ob durch verschiedene Formen der Vernetzung – von Riot Grrl bis tumblr-Memes, von derivater Kultur bis zu configurable culture – inzwischen neben einer hyperkommerzialisierten auch eine interaktivere und selbstermächtigendere Fankultur gewachsen ist.

eve massacre ist Künstlerin, Veranstalterin, Autorin und DJ. Sie bloggt auf evemassacre.de und breakingthewaves.de. Sie hält Vorträge zu social media/Digitalisierung, (Pop) Kulturellem und Sozial-Politischem mit Fokus auf Queer/Feministischem. Sie veröffentlicht u.a. in testcard und auf Radio Z.


Workshop: Selbstverteidigung

verschoben auf Freitag, 16-18 Uhr


Vortrag: »Pick-Up-Artists« – organisierter Sexismus oder eine künstlerische Technik der Liebe?

Samstag, 16. Juli 2016
15-17 Uhr
Juz Mannheim

Der Vortrag ist offen für alle Besucher_innen des Lady*Fest.

„Pick-Up-Artists“ nennen sich (meist) Männer*, die bestimmte Techniken lehren und lernen, um Frauen* »aufzureißen«. Das Ziel: Macht über Frauen* auszuüben, Dominanz auf Widerstand aufzubauen (denn ein deutliches nein der Frauen* sei erst der genuin weibliche Ausruf des Wunsches nach Sex), Unterdrückung und Überlegenheit zum männlichen* Prinzip zu erklären. Die aktuelle Popularität von „Pick-Up-Artists“ bringt zum Ausdruck, wie tief verwurzelt und anerkannt Sexismus in der Gesellschaft ist. „Pick-Up-Artists“ sind kein randständiges Phänomen, sondern fester Bestandteil einer Szene nationalistischer Lebensschutz- und Anti-Gender-Bewegungen, Männerrechtsvereinen und reaktionären Parteiprogrammen (bspw. AfD).

Die fantifa.frankfurt ist eine queerfeministische Antifa aus Frankfurt/Main. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Bekämpfung reaktionärer, antifeministischer Strukturen in rechten, antisemitischen und nationalistischen Strömungen sowie die Erkundung dessen, was eine queere Form einer kommunistischen Gesellschaft sein kann.


Vortrag: Sexarbeit und Feminismen

Samstag, 16. Juli 2016
17-19 Uhr
Juz Mannheim

Der Vortrag ist offen für alle Besucher_innen des Lady*Fest.

Es gibt nicht viele Themen die innerhalb feministischer Ausprägungen für so viel Streit sorgen wie Sexarbeit. Emanzipation oder schlimmste Form misogyner Ausbeutung? Sind Sexarbeiter*innen „Opfer“ und Freier die Täter? Und überhaupt, wer macht den „sowas“ schon freiwillig?! Mein Workshop mag euch einerseits über aktuelle feministische Diskurse und die rechtliche Lage in Deutschland und Europa informieren. Andererseits erzähle ich euch (wenn ihr wollt) von meinem Weg in verschiedene Formen der Sexarbeit als queere Cisfrau und teile meine Erfahrungen im allseits beliebten Schlussteil „was du eine Sexarbeiterin schon immer fragen wolltest, dich aber nie getraut hast!“
Es wird Raum für respektvolle Diskussion geben.

Lucy Luxemburg ist queer-feministisch-polymorph-pervers und Sexarbeiterin.


Workshop: Visuals

Samstag, 16. Juli 2016
17-19 Uhr
Juz Mannheim

Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an FLTI*
Begrenzte Teilnehmer_innen-Zahl.
Teilnahme nur nach Voranmeldung unter Ameisenbild[at]gmail.com oder am Infostand.
Bitte eigenen Laptop mitbringen.

Wir produzieren mit Videokameras, Stift und Papier unsere eigenen Visuals. Alles ist erlaubt; der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mithilfe der VJ-Software CoGe für Mac oder VPT (VideoProjectionTool) für Windows verarbeiten und verfremden wir das gefilmte Material nach Lust und Laune. Der Workshop ist für alle, die experimentierfreudig sind und schon immer mal wissen wollten wie das mit dem VJing funktioniert. Die entstandenen Sequenzen werden dann nachts auf der Party zum Sound projeziert. Bitte bringt einen eigenen Laptop mit und installiert die kostenlos erhätliche Software bereits vor dem Workshop.

Die Medienkünstlerin und Vjane Kamikaze Jane spielt in verschiedenen Clubs wie Disko Zwei und Villa Nachttanz oder des öfteren bei den Kollektiv Roter Sternenfunke Partys. Mit Ameisenbild produziert sie für Musiker audioreative-live-Visuals und Musikvideos. Bei Girls Go Movie unterstützt sie junge Mädchen bei der Umsetzung ihrer Filmideen.

Performance: The Three Daughters

Samstag, 16. Juli 2016
19-20 Uhr
Neckargärten

Die Performance ist offen für alle Besucher_innen des Lady*Fest.

This is a solo performance piece that explores individual memory and archetypal myth. The performer uses women’s* myths to dive into her own life experiences and bring out the “keys” that open doors to making meaning of human existence. She believes that women* oppressed in her own family, society and cultures of the world have since the beginning left behind stories for their future sisters* to learn from and take strength from as one of the oldest political resources of feminist solidarity.
Three Daughters looks at three powerful myths from different world cultures of “The Woman who forgot her Story and Song”, “The Girl with the Red Dancing Shoes” and “The Old Woman who Sings over Bones” and makes the ending of those secret stories the beginning of her own meaning making – through poetry, text and movement.

Mrinmoyee Majumdar has trained as a classical dancer in the eastern Indian form Odissi for 14 years, during which time she also performed extensively in India and other parts of the world. After a brief exploration of other forms of movement like European Contemporary Techniques, Kalari Payettu and Ballroom Dancing she went on to study Arts-Based Therapy. Since 2005 she has been working with communities; particularly children and young adults as a therapist, using theatre, movement, visual art and metaphor making as a way for people’s stories to be witnessed and as a means to acknowledge resilience and solidarity with others.


Lesung mit Jacinta Nandi: Nichts gegen blasen

Samstag, 16. Juli 2016
20 Uhr
Café Rost

Die Lesung ist offen für alle Besucher_innen des Lady*Fest.

Jacinta Nandi ist 1980 in Ost-London geboren, und mit 20 nach Berlin gekommen. Seit 2010 ist sie Mitglied der Lesebühnen „Rakete 2000“ und „die Surfpoeten“. Sie schreibt u.a. für die taz, Missy und die Jungle World und hat drei Bücher veröffentlicht. Heute liest sie aus ihrem autobiografischen Roman „Nichts gegen blasen“, der von Beziehungen, Trennungen, Sex, Parties, Familie, Integration und anderen wichtigen Dingen handelt.


Lady*Fest*Party

Samstag, 16. Juli 2016
22 Uhr
Juz Mannheim

Die Party ist offen für alle Besucher_innen des Lady*Fest.

Der rauschende Abschluss eines hoffentlich grandiosen Wochenendes.

Die Mean Grrrls aus Mainz legen dancefloor-tauglichen HipHop auf.

eve massacre (Nürnberg) beglückt uns mit  Future Bass, Riot Pop, Electropop, Indie-Punk und House/Techno, drunk unicorn rave explosives, oder wie es in der Beschreibung von eve massacres ORCHID Partyreihe heißt: “Indiedanceriotpopelectrobeatsbadass queer party!”

Eintritt gegen Spende.